Kabarett
2.11.2022

Christian Springer

Nicht egal

Einlass:
18 Uhr
Beginn:
20 Uhr

„nicht egal“

Christian Springer über sein Programm

Ich bin bekennender Nichtradfahrer. Das ist nicht wichtig für das Programm. Obwohl. Wer teilt die Welt eigentlich morgens immer ein in: wichtig und nicht wichtig? Und abends steigt die ganze Welt unzufrieden ins Bett, weil es so viel Grausiges gibt, weil es so viele Trottel gibt, und weil es so viele gibt, die behaupten, sie wissen wie es geht. Die Klugscheisser dieser Welt wissen immer, wo der Hammer hängt und was effektiv ist. Ich weiß meistens nicht, wo mein Hammer liegt, geschweige denn der dazugehörige Nagel. Das istnun wirklich egal. Aber da draußen gibt es Dinge, die sind eben nicht egal. Und darüber erzähle ich. Im besten Fall in einer Mischung aus Feinheit und Bosheit. Und wenn es gar nicht mehr auszuhalten ist, muss die sprachliche Keule her. Ich mische mich gerne ein in das, was geschieht. Wenn jemand schreibt: „Das, was Christian Springer unter Kabarett versteht, geht meilenweit über das gesprochene Wort hinaus. Denn er steckt selbst mittendrin im Geschehen und gilt als der engagierteste deutsche Kabarettist.“ Dann lese ich das gern. Aber so hat das noch niemand geschrieben. Egal? Nicht egal? Ich habe meinen Bühnenberuf gestartet als kleiner Sänger im Kinderchor der Münchner Oper. Seitdem weiß ich, das wir einen enormen Vorteil haben gegenüber den meisten Menschen auf dieser Erde. Denn die haben keine Oper, auch keinen Chor. Meistens gar nichts. Und das ist viel zu oft egal. Ist es nicht. Mir nicht. Auch darum geht’s im aktuellen Programm. Und wenn ich groß bin, werde ich Influencer.

 

Über Christian Springer

Christian Springer hat 10 Jahre Starkbieranstich in Landshut, den Münchner Nockherberg, 15 Jahre Fonsi und sieben Jahre im Gepäck. Seit Schulzeiten ist er auf der Kabarettbühne zuhause. Ein Vollblutkabarettist, dem wenig heilig ist und der mit großer Freude hinter die Kulissen schaut.

Satire für das Oberstübchen, das ist sein Bühnenmotto. Christian Springer hat sie immer im Visier: die Hirnlosen im Land. Denn sie vermehren sich schneller als ein Virus. Sein Gegenmittel ist der Humor. Es wirkt! Er fesselt mit seinen „wahren“ Erzählungen, haut rein, wo es wehtut, und ist am Ende doch ein Mutmacher. Seine Mischung aus Bosheit und Feinheit ist ein großes Vergnügen. Zumindest für die, die nicht den ganzen Abend Mann-Frau-Witze hören wollen. Bei Springer gilt: Nichts unter der Gürtellinie.

Der an Silvester geborene Münchner hat elf Bücher geschrieben, seine zweite Heimat ist Beirut im Libanon. Er gründete den gemeinnützigen Verein Orienthelfer e.V., um in der Syrienkrise zu helfen.

www.christianspringer.de

Foto: Sina-Maria Schweikle

Tickets

Tickets gibt es an der Rezeption des Kulturhofs (tägl. 7-20 Uhr) und bei Ticket Scharf.

Eintritt:
29,10€
Ticket kaufenGoogle Maps